Internet als Schulfach? Oh bitte nicht…
Um es gleich mal am Anfang zu schreiben: Wir leben in Deutschland, da brauchen die Leute ein klein wenig länger um mit neuen Dingen warm zu werden. Und wenn man dann denkt die Leute wissen von was sie reden merkt man, dass es schlimmer ist als vorher.
Ein Beispiel: Twitter. In letzter Zeit habe ich – da ohne Monitor – massig TV geschaut. Hin und wieder kam dann etwas über Twitter. Doch leider wird Twitter immer nur auf Tweets wie “Ich habe gerade gepupst.” oder “Mein Penis ist kleiner geworden.” runtergebrochen. Das ist Bullshit. Aber nein, die Leute die brav Vera am Mittag schauen glauben den Scheiß.
Das Twitter weit mehr ist dürfte den meisten meiner Leser klar sein. Internet ist nunmal nicht wie TV, wo ich mich davorsetzen kann und mein Gehirn abschalte. Wer nicht bereit ist sich damit zu beschäftigen hat hier nichts zu suchen. Und natürlich – Denken! Auch mal den Verstand gebrauchen. Dann fällt man weniger auf Spam und all den ganzen Mist rein.
Nun soll es also laut der BBC Internet als Schulfach ab 2011 geben. Zum Glück erstmal nur in Grossbritanien. Und da solls auch bleiben!
Wenn ich mir den Informatik-Unterricht im heutigen Schulsystem ansehe, will ich nicht das ein Lehrer meinen zukünfigen Kindern etwas über das Internet beigebringt. Was dann natürlich in tollen veralteten Büchern steht.
Und das schlimmste: Da die Lehrer sich meist nicht mit dem Thema in ihrer Freizeit beschäftigen kann das nichts werden. Da es kein Mathe ist. Mathe kann man aus Büchern lehren. Internet nicht.
Wenn ich mich daran erinnere das einer meiner Lehrer 2 Jahre hintereinander “Excel” falsch geschrieben hat. Klar Fehler kommen vor, doch habe ich ihn darauf hingewiesen das es falsch geschrieben ist. :-/
Also nehmt euren Scheiß und lasst ihn bei euch…
PS: Klar ist es von Vorteil wenn Kindern da beigebracht werden soll wie sie ihre Daten sicher im Internet veröffentlichen. Doch wird alles wieder auf ein Extrem gebracht so wie ungefähr: “Einmal eine E-Mail-Adresse im Internet und jeder kann dich finden und weiß wo du wohnst und das du nach Pferdepornos gesucht hast.” bla bla bla :-/
(Story via internetblogger – Bild via Flickr)



Ganz ehrlich: Besser solch übertriebenen Beispiele wie du ihn gebracht hast, als die Kinder völlig ohne Wegweiser in’s Netz zu lassen.
Was schlägst du denn sonst vor, wie die Kleinen das Internet besser verstehen sollen? Die Eltern heutzutage haben meist noch wenig Ahnung davon und ausser den Freunden bringt es ihnen sonst wohl keiner bei.
Und ich denke es ist unumstritten wie wichtig es ist, Grundkentnisse in Sachen Computer und Internet zu haben.
Lieber halbherzige Internetkurse, als gar keine.
Ich bin also absolut dafür.
Ok das mit der E-Mail am Ende war etwas übertrieben. Aber schau dich doch mal um. Zensursula hat gepredigt das Zensur das einzig wahre gegen Kinderpornos sind. Und die Stufe an Verständnis wenns um Technik geht zieht sich durch alle Bereiche in Deutschland.
Ok, durch die meisten… (nicht das ich wieder übertreibe)
PS: Ein klein wenig Eigeninitiative darf man wohl erwarten.
PPS: Ich glaube es soll auch nicht um Grundschüler gehen. Da die glaube nict wirklich viel im Internet zu suchen haben. Vielmehr um 14+ jährige. Und da darf man wohl ein wenig Eigeninitiative und die Fähigkeit zu denken verlangen?!
HI,
ganz ehrlich: Ich hätte mich bestimmt gelangweilt, wenn ich es als Schulfach gehabt hätte. Aber prinzipiell finde ich das Ganze eine gute Sache. Denn die “Jugend von heute”, sprich die, die gerade die ersten Internetberührungen haben gehen viel zu unsensibel mit ihren Daten im Internet um.
Gruß
h4wk
Ich bin auch skeptisch, ob das so eine gute Idee ist. Sicher ist es wichtig, sorgsam mit seinen Daten umzugehen und nicht alles in die Welt hinaus zu posaunen, doch ob sich Kinder das zu Herzen nehmen, was Lehrer ihnen ueber ein Medium, das sich taeglich weiterentwickelt (und bei dem er meistens gar nicht mitkommen kann) erzaehlt? Weil wie du schon gesagt hast, Internet kann man nicht aus den Buechern lernen. Und er wird sicher weniger Zeit haben, sich mit den Entwicklungen zu beschaeftigen als die Kinder selbst.
Ausserdem haben wir es doch auch alle geschafft, uns selbst hier zurecht zu finden. Wir hatten auch keine Lehrer.