Category: Privates

Nachruf

Von Michael Walther, 06/07/2010 21:02

Am 25. Mai 2010 hat Roberto Müller sich im Alter von 19 Jahren das Leben genommen.

Es klingt vielleicht unwirklich oder wie ein schlechter Scherz, doch dem ist nicht so. Für mich war Roberto jemand, der da war wenn man ihn brauchte. Über seinen Twitteraccount wusste ich immer, dass er da ist und ich wusste immer, wo ich ihn finden konnte. Doch all dies ist nicht mehr der Fall. Er war ein Mensch, der auf der Suche war. Wonach? Das werden wir wohl nie erfahren.

Ich habe Roberto kennengelernt, als ein guter Freund von mir, namentlich Lukas, mit ihm in die 138. Mittelschule besuchte. Ich glaube es war vor ungefähr 3 Jahren. Er war witzig, hatte immer einen Spruch auf den Lippen und in seiner Nähe konnte man praktisch nie schlechte Laune bekommen. Wir haben zusammen viel gemacht, wie beispielsweise Filme gedreht oder Parkour gemacht. Viel habe ich auch mit ihm gesprochen, einfach so, was uns eben in den Sinn kam. Es gab auch eine sehr intime Zeit. Wir haben fast jeden Tag telefoniert und einfach geschichten vor uns hingesponnen. Doch mit der Zeit schwand der Kontakt. Doch ich wusste, er existiert und ist immer noch da und ich wusste, wo ich ihn finden konnte.

Viele Sachen erinnern mich an ihn. Ich habe sein altes Handy, was er nicht mehr brauchte, ich hab ein Headset geschenkt bekommen, bei dem das Kabel für ihn zu kurz war und ich habe unzählige Erinnerungen an ihn, die ich zu meinen Lebzeiten niemals vergessen werde.

Als ich die Nachricht erfahren habe, wusste ich nicht gleich, wie ich reagieren sollte. Ich denke jedem wird es so ergehen, der einen guten Freund verliert. Ich habe bis jetzt nicht geweint, aber es kommen immer wieder die Erinnerungen hoch. Zu diesem Zeitpunkt habe ich ein Praktikum in einem Altersheim absolviert. Dort hat mir eine der Schwestern gesagt, nachdem ich ihr erzählt habe, was los ist, dass ich das niemals vergessen werde.  Oft gehen mir Gedanken durch den Kopf wie: “Wenn er doch nur dieses Wetter erleben könnte, wie damals!” Aber diese Gedanken bleiben nur Erinnerungen. Schöne Erinnerungen.

“Und viele werden sich denken, dass sie es doch hätten bemerkt haben müssen. Aber ich wäre doch nicht ich gewesen, wenn man es gemerkt hätte :P”

Dieser Satz ist aus seiner Abschiedsmail, die im folgenden noch angehangen wird. Und es stimmt. Roberto hat sich niemals anmerken lassen, dass es ihm schlecht geht. Er war ein Kämpfer. Jedoch gab es Tweets, welche im Nachhinein sicherlich in den Zusammenhang gebracht werden konnten. Er hat viel über Helium getwittert, viel über Gedanken, die er nicht preis geben möchte. Jedoch darf, sollte und kann sich niemand einen Vorwurf machen. Es war seine Entscheidung. Eine Entscheidung, die viele, vielleicht sogar alle, nicht verstehen können.

Er hinterlässt seine Familie, wie auch immer er dazu stand, er hinterlässt sein Leben. Und wichtiger noch, er hinterlässt Freunde. Freunde, die trauern werden, die ihn kannten und die ihn liebten wie er war und wie sie ihn Erinnerung behalten werden.

Ich für meinen Teil werde ihn vermissen. Sehr. Denn einen Teil meines Lebens konnte ich mit ihn genießen. Ich hoffe, ihr konntet es auch.

Danke Gott, dass du uns die Möglichkeit gegeben hast, Roberto kennengelernt zu haben.  Die Welt dreht sich weiter. Aber ohne ihn.

Rest in Peace Roberto.

Danke.

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Selbstmord – Warum und wie?!

Ich war früher mal ein Kämpfer. Egal wie schlecht es lief, ich machte
weiter. Aber irgendwie habe ich das in der letzten Zeit verloren. Es
tut mir leid.

Viele von euch werden das nicht verstehen. Und das ist ok, immerhin
kennen mich die meisten nur aus diesem komischen Internet ;)
Aber der Mensch ist mehr als wie er sich im Internet gibt. Ich bin
kein Emo der sich ritzt oder so ein Schwachsinn. Diese Entscheidung
habe ich lange abgewogen, ich habe es also nicht nur aus einer Laune
heraus getan.

Wisst ihr…es sind die kleinen Dinge die einen kaputt machen. Ich
konnte nie Geburtstag feiern. Aus dem einfachen Grund weil nie Geld da
war. Ich konnte mir nie etwas leisten. Ich wollte auch nicht viel.
Auch Markenklamotten wollte ich nicht (wenn ich sie mir hätte leisten
können). Es war ok.
Dazu noch eine Menge schlechte Kindheit. Und dazu ist in letzter Zeit
einfach zu viel schief gelaufen. (Das hat absolut nichts mit Leipzig
zutun!!!)

Ich bin kein typischer Selbstmörder. Und viele werden sich denken,
dass sie es doch hätten bemerkt haben müssen. Aber ich wäre doch
nicht ich gewesen, wenn man es gemerkt hätte :P

Wie? Und warum gerade so?

Vom Haus springen? Zu hoch die Gefahr zu überleben. Und ich habe
Höhenangst. Ich hab’s versucht. Ohne Mist. Höhenangst ist da echt
übel.

Aufschneiden? Nein danke :-/

Erschießen? Haste ne Knarre?

Ersticken? Teilweise.

Die meisten Menschen denken beim Ersticken an das nicht atmen können.
Jeder von euch dürfte das schonmal erlebt haben, nicht so atmen zu
können wie man will. Das ist absolut nicht schön.

[...]

Ich denke, jeder sollte frei entscheiden können ob er sterben möchte
oder nicht. Klar, ich hinterlasse Menschen. Freunde. Aber die Erde
dreht sich weiter. Glaubt mir.

Ich habe jemandem alle meine Passwörter und Accounts anvertraut. Er
soll sie verwalten/löschen. Dann war’s das.

Ich danke euch allen!

Roberto Müller


P.S.: An einer Stelle hat Roberto teilweise beschrieben, wie er den Selbstmord durchgeführt hat. Damit sich niemand diese “Anleitung” zu nutze machen kann, wurde diese Passage entfernt.


Danbo – das tollste Spielzeug der Welt

Von Abbelmentos, 14/05/2010 02:20

Vielleicht habt ihr sie schon auf Flickr oder Blumenkinder anderen Fotocommunities und -blogs bemerkt, diese kleinen paketförmigen Roboter. Sie stammen aus einer japanischen Mangaserie namens Yotsuba&! und das Objekt der Begierde vieler Hobbyfotografen.

Ich muss gestehen, dass auch ich diese kleinen Figuren total putzig finde und mir deshalb gleich zwei auf eBay gekauft habe (besitze jetzt einen mini und einen normalgroßen).
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Ein Update, welches eigentlich keines ist

Von Roberto, 09/04/2010 20:48

Es muss einfach mal sein. Ich muss mich einfach melden. Auch wenn es nicht wirklich viel gibt.

Leipzig:

Blub, nein ich bin da noch immer nicht. Verrückt ich weiß. Da ich mich hier aber nicht wirklich über meine Geldsorgen ausheulen will, gibt’s dazu auch nicht viel zu sagen.

Blog:

Es nervt mich jeden Tag aufs neue, dass ich nicht blogge. Immerhin war das mal ein riesiger Teil in meinem Leben und es hat mir verdammt viel Spaß gemacht. Nur möchte ich nicht einen neuen DSL-Vertrag abschließen wenn’s eh bald losgehen(Leipzig) sollte. Aber gleichzeitig fehlt es mir. Internet nur auf dem iPhone ist extrem doof. Dazu kommt ja noch, dass ab 300MB die eh schon geringe Geschwindigkeit, nochmals verringert wird. Urks ;)

Aber ganz aufhören tu ich nicht. :)

Und sonst so:

Nicht viel. Ich habe mich mit den Tweeps @AdmiralDD und @andreschindler getroffen. Mehr fällt mir hier auf dem Sofa gerade nicht ein.

Ich faste! – unfreiwillig

Von Roberto, 28/01/2010 17:09

Aus aktuellem DSL-Mangel, wird es hier nicht so viel geben. Ich hoffe das ändert sich bald. Sobald ich wieder Internet habe, wird auch wieder etwas kommen.

Folge mir doch einfach auf Twitter :)

Roberto :)

Update zum Fake-Account

Von Roberto, 27/01/2010 23:34

So, es ist überstanden. Der Fake-Account @robertomueiler ist gelöscht. Vielen Dank an @Big2k der das Fax gesendet hat. Und natürlich an @andr8a vom Support die sich der Sache angenommen hat.

Es ist unklar wer das war. Ich hab ein wenig CSI gespielt und bin zu dem Entschluss gekommen, dass es keiner aus meinem engeren Bekanntenkreis war. Nur wenige haben ein iPhone oder iPod touch. Einige Tweets sind jedoch mit Tweetie 2 gesendet worden. Und es gab noch einige andere Dinge, die darauf schließen lassen.

Danke an alle die mir die Daumen gedrückt haben und mir weiterhin gefolgt sind!

Wie gehts weiter? Zuhause habe ich gerade nur Internet auf dem iPhone. Blogsposts und Tweets wird es daher sehr wenig geben. Ich hoffe dass bald die Sache mit dem Geld geklärt ist und das mit Leipzig noch klappt, so dass ich umziehen kann. Dann kommt auch wieder DSL.

Mein Twitter-Account als Fake!

Von Roberto, 21/01/2010 12:54

Da hat man erst am Nachmittag einen Termin, also bleibt man länger liegen. Spielt ein wenig Spiele auf dem iPhone, natürlich im Flugmodus und mit deaktiviertem Push. Für maximale Leistung. Das 3G ist nicht so schnell. Der Nachteil davon, man ist komplett abgeschnitten von der Welt.

Als ich dann wieder alles reaktiviert hatte, kamen DM’s, eMails und Replies. In denen war davon die Rede als ob ich meinen Twitter-Account (@robertomueller) neu gemacht hätte. Da ich das nicht getan habe, besuchte ich also mal den neuen Account der gemeint war.

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Schlechte-Laune-Pause vorbei…also fast…

Von Roberto, 19/01/2010 18:30

Na nun muss ich aber mal wieder etwas schreiben…mit Leipzig ist nun nichts weiter passiert. Eine kurze Info dazu gibt es hier.

Somit…viel Spaß beim lesen :)

Leipzig – Zusammenfassung

Kommentare Kommentare deaktiviert
Von Roberto, 07/01/2010 15:10

Ich habe ja nun schon oft drüber getwittert und gebloggt. Trotzdem kommen immer wieder die gleichen Fragen. Und jedem müsste ich sie erneut beantworten. Und da regen sich dann wieder welche auf ich würde zu viel twittern ;)

Hier meine allerletzte Zusammenfassung und eine Art FAQ dazu. Ich hasse darüber zu schreiben, da ich sowas gern für mich behalte. Zumindest die Einzelheiten mit Arbeitsamt und bla.

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2010…Vorsätze?!

Von Roberto, 04/01/2010 12:13

macbook_zeit_wirds Das soll kein ewig langer Beitrag werden. Nur eher ein "ich wollts offiziell machen das ichs gesagt habe" – Beitrag.

Ich nehme mir an sich nie etwas für ein neues Jahr vor, da ich weiß das ich es eh nie einhalten kann. Somit lasse ich es halt gleich von Anfang an. Dieses Jahr ist es aber mal ein klein wenig anders. Da ich nicht rauche, nicht trinke oder sonst keine Drogen nehme, fällt sowas raus. Andere Laster habe ich auch nicht wirklich…(für alle die es beruhigt: Ich habe dafür ein dunkles Geheimnis :P)

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Kindische Mail-Adressen

Von Roberto, 30/12/2009 23:36

Lange bevor ich Internet hatte, war ich immer in der Bibliothek und habe da meine ersten Erfahrungen mit dem Netz gemacht. Da konnte man für ca. eine Stunde am Tag ins Internet. Natürlich musste da auch eine eMail-Adresse her. Man war ja so cool mit dem Internet und musste tolle Nachrichten schreiben. Da man aber noch voll kindisch war war die eMail-Adresse alles andere als massentauglich.

Meist war die eMail-Adresse eine Kombination aus den Kindheitshelden und wilden Zahlen. Oder wie die Mädchen-eMail-Adressen meistens: baby_girl_94_kiss_angel_sweety@web.de <- ok das war übertrieben. Aber ihr wisst was ich meine. ;)

Diese eMail-Adressen waren früher extrem cool aber auch unaussprechbar. Aber man hatte sie, und wusste das man zu einer "Elite" gehörte. Diese "Elite" gab es nicht wirklich, aber man war halt cool. Das muss reichen :O

Nachdem ich dann diese Zeit der eMail-Adressen überwunden habe, bin ich auf "robertomueller” umgestiegen. Das hatte so gut wie keiner und war halt mein Name. Dazu konnte ich alles einheitlich machen. Meine Benutzerkonten sind nun fast alle “robertomueller“. Name-Branding und so :P

Manchmal haben mich Freunde gefragt warum ich so einen “langweiligen” eMail-Benutzernamen habe. Aber ich möchte meine eMail-Adresse noch in 25 Jahren verwenden können. Besonders bei Google. Da bekommt man die 7GB an Speicher eh nie voll.

Aber ich kenne einen der hat “bratwurst” in seiner Mail-Adresse :D

Hattest du eine besonders kindische eMail-Adresse? Benutzt du sie vielleicht noch?

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